DTF-Druck: Direct-to-Film-Verfahren für Textildruck
DTF-Druck (Direct to Film) ist ein Transferdruckverfahren, bei dem ein Motiv zunächst auf eine spezielle PET-Folie gedruckt, mit einem thermoplastischen Klebepulver beschichtet und anschließend per Heißpresse auf das Textil übertragen wird.
Weil die Haftung über die Klebeschicht und nicht über eine chemische Reaktion mit der Faser erfolgt, funktioniert DTF-Druck nahezu unabhängig vom Fasertyp – von Baumwolle über Polyester bis zu Mischgewebe. Das macht das Verfahren besonders für kleine bis mittlere Stückzahlen und für Textilien mit unterschiedlichen Materialzusammensetzungen interessant.
Wie funktioniert DTF-Druck?
- Druck: Ein Spezialdrucker bringt das Motiv mit CMYK-Farben und einer zusätzlichen Weiß-Tinte auf eine Trägerfolie auf.
- Pulverauftrag: Nass-in-nass wird ein thermoplastisches Klebepulver aufgestreut, überschüssiges Pulver abgeschüttelt.
- Vorfixierung: In einem Durchlaufofen schmilzt das Pulver an und verbindet sich mit der Druckschicht (lagerfähiges Transfer).
- Übertragung: Das Transfer wird bei 130–160 °C für 10–15 Sekunden in einer Heißpresse fixiert.
Abziehen: Nach dem Abkühlen (Cold-Peel) wird die Trägerfolie entfernt.
Für welche Textilien eignet sich DTF-Druck?
Baumwolle, Polyester, Mischgewebe und viele Funktionstextilien, da die Klebeschicht statt einer faserabhängigen Farbaufnahme für Haftung sorgt — relevant für Teamkleidung aus Mischgewebe, Fleece oder Softshell.
Vorteile:
Materialunabhängigkeit, feine Details und Farbverläufe, wirtschaftlich auch bei Kleinserien, kräftige Farbwirkung auf dunklen Textilien, gute Waschbeständigkeit bei fachgerechter Verarbeitung.
Nachteile:
Bei sehr großen Stückzahlen ist Siebdruck oft wirtschaftlicher; erfordert spezielle Anlagentechnik; unsachgemäße Verarbeitung kann zu Rissbildung führen; Klebeschicht aus Kunststoff (Nachhaltigkeitsaspekt).
Abgrenzung zu anderen Druckverfahren: Transferdruck (Oberbegriff)
- DTF-Druck ist eine moderne Ausprägung.
- Flexdruck – einfarbige Plotterfolien ohne Farbverläufe.
- Digitaldruck – druckt direkt auf die Faser, stärker faserabhängig.
- Siebdruck – bei großen Auflagen meist wirtschaftlicher.
Einsatzbereiche:
individualisierte Teamkleidung in kleinen Auflagen, Namens-/Logodrucke auf unterschiedlichen Materialien, mehrfarbige Firmenlogos, Eventbekleidung.
FAQ: DTF-Druck
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Was bedeutet DTF-Druck?
Corporate Fashion umfasst alle Arten von Unternehmenskleidung, die bewusst auf die Corporate Identity abgestimmt sind.
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Auf welchen Stoffen funktioniert DTF-Druck?
Auf einer Vielzahl von Materialien, darunter Baumwolle, Polyester und Mischgewebe, da die Haftung über eine Klebeschicht statt einer faserspezifischen Reaktion erfolgt.
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Wie lange hält ein DTF-Druck?
Bei fachgerechter Verarbeitung (Temperatur, Anpressdruck, Pulvermenge) ist DTF-Druck über zahlreiche Waschzyklen beständig.
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Ist DTF-Druck teurer als Siebdruck?
Bei kleinen Stückzahlen meist günstiger, da keine Schablonen nötig sind. Bei sehr großen Auflagen ist Siebdruck oft wirtschaftlicher.
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Was ist der Unterschied zwischen DTF-Druck und Flexdruck?
Flexdruck nutzt plottergeschnittene, einfarbige Folien; DTF-Druck ermöglicht mehrfarbige Motive mit Farbverläufen in einem Druckgang.
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Ab welcher Stückzahl lohnt sich DTF-Druck?
Bereits ab Einzelstücken, da keine Schablonenkosten anfallen.
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